TRAVEL DIARY: EVERYDAY LIFE IN CHINA

Während meines Aufenthalts in Peking habe ich in einem Appartement gewohnt, in normalen Supermärkten eingekauft und alle Wege mit der Bahn zurückgelegt. Daher hatte ich doch das Gefühl, das Alltagsleben in dieser Metropole kennenzulernen. Darüber möchte ich heute gerne berichten. Ich fange mit den Menschen allgemein an und beziehe mich dann auf ein paar Punkte wie den Verkehr, die Kinder dort oder Lebensmittelstandards.

Ich bin ehrlich: Wenn man in China ankommt, ist das eine ganz andere Welt. Große Straßen, viele Menschen, andere (rabiate) Verhaltensweisen. Einfach alles ist anders als bei uns in Deutschland. Das finde ich auch gut, denn man sollte in seinem Leben viel Neues kennen lernen, anders muss ja nicht schlecht sein!
Zu Beginn möchte ich gerne etwas über die Menschen erzählen. Die Chinesen die ich persönlich kennen lernen durfte, waren sehr nett! Allerdings hatte ich generell meine Problemchen mit den Chinesen. Sie verhalten sich sehr rabiat und rücksichtslos, was ich darauf zurückführe dass man das wohl in einer 17-Millionen-Einwohner-Metropole sein muss um zu Recht zu kommen. Aber die Leute werden nicht aus der U-Bahn gelassen, man wird ständig hin und her geschubst, im Straßenverkehr nimmt sowieso niemand Rücksicht aufeinander, da wird einfach nur gehupt (Das Zeichen für "Ich komme, als pass auf").
Generell sind die Menschen dort ja total von der Regierung beeinflusst (Facebook, Twitter, Google ist dort nicht freigegeben, Über die Proteste in Hongkong wurde nicht berichtet und aufgrund dessen auch Instagram abgestellt) und fremdbestimmt, aber das gilt auch für das Alltagsleben. In der Bahn geht niemand durch, die bleiben alle an der Tür stehen. An der Rolltreppe das Gleiche... Daher gibt es überall Leute, deren Job es ist die Leute darauf aufmerksam zu machen, was sie nun zu tun zu haben. Was natürlich auch der Regierung in die Karten spielt, denn so können viele (teils unnötige) Jobs vergeben werden. Aber so ist das in der Planwirtschaft... Sich darüber auszulassen würde glaube ich den Rahmen sprengen ;)
Man liest ja auch viel darüber, dass es China sehr wichtig ist, die Ehre zu bewahren und sein Gesicht nicht zu verlieren. Fragt also niemals Chinesen nach dem Weg (ich beging diesen Fehler), denn sie würden niemals zugeben dass sie etwas nicht wissen und schicken euch einfach irgendwo hin... Auch dass dort gepupst, gerülpst, geschmatzt und gerotzt (ja gerotzt, es wird nicht einfach so gespuckt wie es hier teilweise getan wird, sondern wirklich die Rotze aus dem kleinen Zeh hochgeholt). Mit den ersten drei Dingen hatte ich keine Probleme, aber diese Rotzerei fand ich auch am letzten Tag meines Aufenthalts noch ekelig.
Solltet ihr einen Aufenthalt in China planen, rate ich euch auf jeden Fall euch darauf ein wenig vorzubereiten. Einige aus unserer Gruppe hatten sich nicht informiert und die sind überhaupt nicht klar gekommen und fanden alles total schrecklich. Und das ist es weiß Gott nicht! Ich kann euch dieses Buch empfehlen, ich habe es vorher gelesen und so konnte der ganz große Kulturschock abgewendet werden ;)

Der Verkehr ist in keinster Weise mit europäischen Standards zu vergleichen. Highways, die breiter sind als unsere Autobahnen, ziehen sich durch die Cities, unzählige Elektro-Roller und Fahrräder sind unterwegs, die Züge und U-Bahnen sind zehn mal so lang wie hier in Deutschland und immer total voll. Auf einem der Bilder habe ich eine leer Bahn geknipst, um mal annähernd die Länge einer "normalen" U-Bahn aufzuzeigen. Die gleiche Länge geht nämlich auch in die andere Richtung. Echt der Wahnsinn! Interessant fand ich, dass in allen Metropolen die letzten Bahnen gegen 22:30 Uhr fahren und die Erste dann wieder um 05:00 Uhr, auch am Wochenende. Nachts wird alles über die Taxis geregelt. An Verkehrsregeln hält sich dort niemand (obwohl ich eh das Gefühl habe dass Deutschland das einzige Land ist, in dem sich so penibel an Verkehrsregeln/rote Ampeln etc. gehalten wird) und um im Verkehr weiterzukommen, muss man einfach los gehen und nicht darauf hoffen, dass man mal vorbeigelassen wird. Sonst steht man stundenlang am Bürgersteig... Meine Mutter möchte erstmal nicht mehr mit mir im Straßenverkehr unterwegs sein, ich habe das Verhalten nämlich leider sehr adaptiert und gehe auch hier kurz vor knapp noch über die Straße.

Auch in der Mode sind die Chinesinnen sehr extrem. Ich habe noch nie so ausgefallene Schuhe gesehen. Die Schuhe oben auf dem Bild werden tatsächlich auch getragen. Fast alle Frauen tragen Absätze (in allen Höhen und Formen, egal ob man darauf laufen kann oder nicht), sie möchten damit ihre geringe Körpergröße ausgleichen. Weder in Shanghai noch in Peking braucht man sich wegen eines ausgefallenen Kleidungsstils unwohl zu fühlen, hier kassiert niemand einen bösen oder ungläubigen Blick.

Chinesische Kinder sind einfach unfassbar süß! Ich hätte jedes Baby knuddeln können und am liebsten eingepackt. Die Kids sind meistens mit den Großeltern unterwegs, denn die passen auf die Kleinen tagsüber auf, Mehrgenerationen Wohnungen oder Häuser sind dort Gang und Gebe. Ungewöhnlich ist, dass die Babys dort keine Windeln tragen (auch darauf hat mich das Buch vorbereitet). Es gibt in China keine Teppiche in den Wohnung, wodurch das Ganze einfach weggewischt wird, wenn mal ein Malheur passiert. Ich stand also immer in der Bahn hoffte, dass das Baby vor mir jetzt nicht los pinkelt oder das große Geschäft verrichtet ;) Der Effekt ist, dass sie schon sehr früh sauber sind. Generell sind auch wenig Kinderwagen unterwegs, die Kinder werden getragen oder gehen selber. (Bei der Maße an Menschen fand ich es auch sehr angenehm, mich nicht auch noch an Kinderwagen vorbeiquetschen zu müssen)

In der Zeit als ich in Peking war, hatten wir relativ wenig Smog. Der Höchstwert während meines Aufenthalts lag bei 240, in Köln haben wir 4. Im Winter kann er aber auch doppelt oder dreimal so hoch sein. Also schon eine Umstellung, ich habe das bei der Atmung auch gespürt. Generell ist es so, dass wenn es mal ein oder zwei Tage schön war, der Smog aufzog, da kein Wing ihn angetragen hat. Als Folge war es dann ein oder zwei Tage sehr diesig, bis Wind oder Regen den Smog runtergspült bzw. weggeblasen haben. Dass das ungesund ist, brauchen wir nicht zu diskutieren, da haben die Chinesen in der Vergangenheit gepennt. Aber die Stadt PEking ist sich dessen bewusst geworden und plant dieses Problem sehr stark anzugehen.

Das Leben an sich findet dort natürlich in ganz anderen Verhältnissen statt. Diese Verhältnisse sind, wenn man sich mal abseits der touristischen Verhältnisse bewegt, ärmlich. Viele Menschen, die von der Menge her Ortschaften hier in Europa gleichen, leben zusammengepfercht in Hochäusern. Dort wird in die Höhe gebaut und nicht in die Breite, was auch logisch ist. Mir kamen alle Häuser hier so klein vor ;) Außerdem findet viel auf der Straße statt, wie die Abholung der Pakete (siehe oben). Viele Arbeitnehmer, die in Kiosken oder Straßenständen arbeiten, bringen sich zudem mobile Kochplatten mit und kochen ihr Mittagessen direkt vor Ort (in China isst man drei Mal am Tag warm).

Lebenmittelstandards können nicht mit den Standards hierzulande verglichen werden. Für das Wort Kühlkette gibt es bestimmt keine passende Übersetzung ;) Diese kleinen Gemüseläden fand ich aber sehr sympathisch und netter als die Supermärkte. Hier sind die Mitarbeiter nämlich größtenteils sehr unfreundlich gewesen (ich schätze das liegt daran, dass sie ihren Job nicht verlieren können während die kleinen Gemüsehändler von den Verkäufen abhängig sind).

Aber um das Thema Essen dreht sich dann mein nächster Travel Diary =)

EVENT: MAASMECHELEN VILLAGE

Am vergangenen Wochenende wurden wir, eine kleine Gruppe von Bloggern aus NRW, in das Outlet Maasmechelen Village in Belgien eingeladen. Wir sind mit einem Shuttle-Bus von Köln dort hin gefahren und sind erstmal gemütlich in eine VIP-Lounge gebracht worden, wo wir etwas trinken und Sachen ablegen konnten. Dann ging es auch schon los in die Läden zum shoppen!

Das Outlet bietet einige coole Marken: Scotch&Soda, Sandro, Michael Kors, L'Occitane, Nike, Tommy Hilfiger, Levi's, Furla und viele viele mehr. Ich habe mir ein neues Trainings-Shirt von Nike und einen Wasserkocher (ziemlich uncool, was ;) gekauft. Was noch super war, war dass es gerade Mid Season Reductions gibt. Das heißt nnochmal zwischen 15% bis zu sagenhaften 50% auf  den Outletpreis. Außerdem werden dort momentan regionale Designer unterstützt, ein Blick dort lohnt sich auf jeden Fall: Tolle (wennn auch teurere) Teile!

Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen späten Lunch im dortigen Burger-Restaurant. Es war wie immer ein Spaß mit den Mädels, vielen Dank dass ich dabei sein durfte.

Lydia // Korinna // Me // Marina // Kathi // Jaqueline // Kat // Maren // Tina // Melanie // Ally

FAVORITE BLOGGER OUTFITS



OUTFIT 20101010

Ich schulde euch noch ein Outfit aus Paris, das ich nun gerne zeige. Ich war mal wieder in grau und schwarz unterwegs. Nur mein geliebter Leo-Schal brachte etwas Abwechslung. Dazu trug ich erstmals meine neuen Nikes und sie waren super bequem und ich habe  mir keine Blase gelaufen (was mir bei neuen Schuhe eigentlich immer passiert).

(Fake)Lederjacke - Zara // Schal, Pullover, Jeans - H&M // Tasche - Topshop //

BIG BEAUTY HAUL

Schon lange gab es kein Video mehr, aber da ich mir doch Einiges im Beauty-Bereich neu zugelegt habe, dachte ich mir dass das doch ein guter Anlass sei. Es sind viele neue Produkte dabei, die ich noch nie verwendet habe und ich bin schon gespannt. Solltet ihr an meiner Meinung und meiner Erfahrung zu einem der Produkte interessiert sein, lasst es mich gerne wissen. Falls ihr das Video nicht schauen möchtet, habe ich euch auch eine kleine Collage mit allen Produkten gebastelt.


BALEA - Soft Öl Balsam // Clinique - all about eyes // John Frieda - Full Repair Shampoo // Garnier - BB-Cream Miracle Skin Perfector // BALEA - Bodylotion Day Spa // Das gesunde Plus - Grüner Tee, Zitrone + Ingwer // Das gesunde Plus - Energie & Dynamik // Maybelline - Der Löscher Concealer Nivea - Q10 Tagescreme

Pictures via dm.de and douglas.eu








DIY: GÜNSTIGER SCHUHSCHRANK

Aus meinem Post über begehbare Kleiderschränke wisst ihr ja, dass ich eine recht kleine Wohnung habe. Ich hatte noch eine Ecke im Flur, die ich nicht genutzt hatte. Eigentlich wollte ich dort einen kleinen Schuhschrank platzieren, allerdings war keiner schmal genug.

In den Tiefen des Internets habe ich nun eine coole Alternative entdeckt und direkt umgesetzt. Günstig ist sie noch dazu! Also schnell zu IKEA gefahren, die Küchenabteilung unsicher gemacht, drei Stangen (die eigentlich für Küchengeräte gedacht sind) und Haken gekauft und den Papa bohren lassen ;)

Daraus geworden ist dann diese etwas andere Schuhaufbewahrung. Ich habe den Abstand so gewählt, dass die Schuhe immer auf der unteren Stange aufliegen und dadurch die Wand nicht beschmutzt wird. Klar ist es nicht so schön, die dreckigen Rückseiten zu sehen. Aber dennoch habe ich dort aufgehängten Schuhe im Blick und die Ecke ist optimal genutzt. Was sagt ihr?

IKEA Küchenabteilung

RABATTE BEI MANGO

Noch bis zum  22. Oktober gibt es bei MANGO 30% Rabatt auf Mäntel, Trenchcoats, Cardigans und Pullover, sowohl im Store als auch Online. Online müsst ihr den Code 5MNG verwenden. Ich habe euch mal meine Favoriten mit dem direkten Link zum Produkt rausgesucht. Ich wollte mir die Wollmix-Strickjacke (Achtung, bei ein paar Strickjacken gilt der Code nicht) bei uns in der City holen, leider gab es sie nicht mehr in meiner Größe. Viel Spaß beim Shoppen!

TRAVEL DIARY: SHANGHAI

Die meiste Zeit meines China-Aufenthalts war ich in Peking. Direkt am Anfang waren wir aber für zweieinhalb Tage in Shanghai. Wir sind von Peking aus mit dem ICE gefahren, was recht günstig war (Fahrtzeit 5 Std., ca. 1.300 km, 110€ Hin- & Zurück). Geschlafen haben wir im (von innen) schönen Narada Boutique Hotel (günstig gebucht über HRS, das Frühstücksbuffet ist sehr zu empfehlen), das total zentral liegt. Dadurch haben wir alle Ausflüge zu Fuß gemacht und haben nur zwei Mal die U-Bahn genutzt (die mit 2-4 Yuan/0,25-0,5€ natürlich spott-billig ist).

Shanghai ist sehr westlich und eignet sich daher in meinen Augen sehr gut, um in China erstmal anzukommen und sich an die dortigen Menschen und an das Leben zu gewöhnen. Die Smog-Belastung war, als wir dort waren, auch nicht hoch. Die zweieinhalb Tage in Shanghai haben auf jeden Fall gereicht, sonderlich viel zu gucken/besichtigen gibt es dort ehrlich gesagt nicht.

Am ersten Tag waren wir am People's Square und im Nationalmuseum (kostenlos & für einen Kurzüberblick über Chinas Geschichte empfehlenswert),  auf der riesigen Einkaufsstraße, am Bund und natürlich auch bei der genialen Skyline. Unfassbar, wie hoch diese Gebäude sind! Aber das sind alles Sehenswürdigkeiten, die man sich nicht länger als 15 Minuten oder so anschaut ;) (wenn ihr wisst was ich meine). Abends waren wir in einem kleinen typischen Restaurant essen, wo es unfassbar lecker war (heimliche Fotos der Gestgeberin inklusive, die stolz war Ausländer zu bekochen). Da es nur in chinesisch beschriftet war, kann ich den Namen leider nicht weitergeben.


Am zweiten Tag haben wir zunächst bei Nike geshoppt und sind dann in die Altstadt. Dort haben wir uns ein 700 Jahre altes Nonnen-Kloster (Buddhismus), ein weiteres Kloster (Daoistisch) sowie die alte Stadtmauer (lohnt sich überhaupt nicht, auf keinen Fall hingehen!) und die Zickzackbrücke rund um den Yu Garden angesehen. Da wir fanden, dass der Hauptteil der Altstadt sehr touristisch ist, sind wir auch abseits der typischen Touri-Straßen gegangen und haben ein klein wenig "echtes" chinesisches Leben in Shanghai aufgesogen, was mir sehr gut gefallen hat (auch wenn die Verhältnisse mehr als ärmlich waren, das war natürlich nicht so schön). Abends waren wir in einem unfassbar guten Dimsum-Resaturant essen (Dimsum = gefüllte Dampfnudeln), es nennt sich Nanxiang Steamed Buns Restaurant. (Achtung: Dort ist es immer sehr voll, am besten also reservieren oder zu untypischen Zeiten dort hingehen, so  wie wir gegen 17 Uhr).

Mir hat Shanghai sehr gut gefallen und für einen Kurz-Trip würde ich die Stadt auch auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Skyline ist einfach atemberaubend. Was ich dort auch sehr bemerkenswert fand war, dass es gefühlt alle 100m eine riesige Mall gab, mit den gleichen Läden und der gleichen Auswahl. Aber alle waren voll... (gut, irgendwo müssen 19 Millionen Leute ihre Kleidung shoppen) Ich war mit dem Reiseführer von Marco Polo unterwegs, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Beim nächsten Travel-Diary schreibe ich dann etwas zum Alltag in China, dem Essen und der Bevölkerung.